
Fast alle Königshofer-Produkte tragen das Naturland-Siegel. Die Vorgaben von Naturland sind in vielen Punkten strenger als die EG-Öko-Verordnung. Naturland wurde als basisdemokratisch verwalteter Verein bereits 1982, also lange vor dem Bioboom, mit dem Ziel gegründet, den ökologischen Landbau weltweit zu fördern. Naturland hat heute über 50.000 Landwirte und verarbeitende Betriebe als Mitglieder, in Deutschland sind es über 2.000. Neben den strengen Vorschriften für ökologischen Landbau gibt Naturland auch soziale Richtlinien für den Umgang mit den Mitarbeitern vor.
Auf artgerechte Tierhaltung legt Naturland großen Wert. Beispielsweise teilen sich 280 Masthähnchen einen Hektar Land – während es nach EU-Recht auch im Öko-Landbau mit 580 mehr als doppelt so viele sein können. Alle Tiere müssen weitestgehend mit Öko-Futter gefüttert werden, möglichst vom eigenen Hof. Rinder haben bei Naturland im Sommer grundsätzlich Grünfutter im Angebot. Und bei Tiertransporten gilt, dass sie nicht länger als vier Stunden dauern und nicht weiter als 200 km gehen sollen. Im Gegensatz zur EG-Öko-Verordnung macht Naturland auch für die Verarbeitung detaillierte Vorgaben. Im Vordergrund steht die Herstellung weitgehend naturbelassener Lebensmittel, die schonend verarbeitet werden. Für die einzelnen Produktgruppen gibt es eng gefasste Listen, welche Zusatzstoffe und Hilfsmittel erlaubt sind – nach dem Grundsatz: so wenig wie möglich. .
